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Mit Tugan Sokhiev (*1977) leitet nach Yannick Nézet-Séguin erneut ein vergleichsweise junger Dirigent das „Konzert der Konzerte“ – ebenfalls zum ersten Mal. Seit 2009 hat der gebürtige Russe mehrfach mit den Wiener Philharmonikern zusmmengearbeitet und ein starkes Vertrauensverhältnis zum Spitzenorchester aufgebaut.
2027 würde Josef Strauss seinen 200. Geburtstag feiern. Dies dürfte im Programm, welches zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle wie seit Jahren ausführlich und detailliert vorgestellt und beschrieben wird, eine Rolle spielen.
Was bislang bekannt ist: Im offiziellen Programm werden der „Schatz-Walzer“ Op.418 von Johann Strauss Sohn gespielt sowie die „Sofien-Quadrille“ Op.75, zu denen jeweils eine Ballettchoreografie eingespielt wird. Die Dreharbeiten dazu fanden über die Sommerwochen in der Akademie der Wissenschaften (Schatz-Walzer) und im Amalienbad am Reumannplatz (Sofien-Quadrille) statt.
Nicht bestätigt, aber ruchbar ist, dass Tugan Sokhiev bei der Programmwahl neben Josef Strauss einen Schwerpunkt auf Johann Strauss‘ Wirken in Russland legen dürfte und einige dort entstandene Kompositionen wählen wird oder solche die mit Strauss‘ regelmässigen Aufenthalten in Pawlowsk in Zusammenhang stehen.
Am Wiener Neujahrskonzert 2027 werden gespielt:
Vollständiges Programm folgt an dieser Stelle, sobald bekannt
Johann Strauss Sohn – Schatz-Walzer; op. 418
Der Schatz-Walzer, 2016 zuletzt an einem Neujahrskonzert in Wien präsentiert, gehört zu Strauss‘ häufig aufgeführten Werken. Der 1885 arrangierte Konzertwalzer setzt sich aus bekannten Operettenmelodien aus dem „Zigeunerbaron“ zusammen. Eduard Strauss leitete die konzertante Uraufführung im Rahmen eines Konzerts im Musikverein am 22. November 1885. Man kann den Walzer angesichts der Programmwahl zu Recht als „Gassenhauer“ bezeichnen, aber als einen, der durchaus funktioniert. Das Ballettensemble tanzt dazu in der Akademie der Wissenschaften. Detaillierte Angaben zum Schatz-Walzer (Schatzwalzer) finden Sie hier.
Johann Strauss Sohn – Sofien-Quadrille; op. 75
Dieses gefällige St¨ück mit marschähnlichen Melodien und einigen polkaesken Anleihen ist eine Novität, wird erstmals im Rahmen eines Wiener Neujahrskonzerts aufgeführt. Der Titel bezieht sich auf das Sofien-Bad, welches 1838 auf Initiative des Textilfabrikanten Franz Morawetz im heutigen 3. Bezirk als erstes Wiener Dampfbad errichtet worden und nach Erzherzogin Sophie benannt ist. Am 16. Januar 1850 war die Quadrille im Programm eines von Morawetz organisierten Wohltätigkeitsballes im Sofienbad-Saal. Es ist nicht ganz gesichert, ob es sich dabei um die Uraufführung handelte. Einzelne Quellen berichten von der eigentlichen Erstaufführung am genannten Ort drei Tage zuvor. Das Werk hielt sich offenbar nicht lange im Repertoire des Strauss-Orchesters. Im Laufe der Zeit ging die Orchesterfassung verloren und wurde später anhand der Klavierpartitur neu arrangiert. Zur Sofien-Quadrille wird eine von zwei Balletteinspielungen gezeigt – aufgezeichnet im Amalienbad in Favoriten, da das Sofienbad als solches nicht mehr existiert.
Weitere kommentierte Programme:
