König

Friedrich I., später als Friedrich III. beziehungsweise Friedrich der Schöne bekannt, wurde 1289 in Wien geboren; sein genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Er wuchs gemeinsam mit seinem Cousin Ludwig von Bayern auf, zu dem er zunächst ein enges Verhältnis pflegte. Nachdem Friedrichs Vater Albrecht I. in der Schweiz ermordet worden und sein älterer Bruder Rudolf III. gestorben war, wurde Friedrich Herzog von Österreich und Steiermark.
Als ihm die Vormundschaftsrechte über die niederbayerischen Herzogtümer zugesprochen wurden, kam es zum Zerwürfnis mit Ludwig, der diese Entscheidung nicht akzeptierte. In der Schlacht bei Gammelsdorf am 9. November 1313 setzte sich Ludwig gegen Friedrich durch, worauf dieser im folgenden Jahr auf die Vormundschaft verzichtete.
Die Niederlage von Mühldorf
Nach dem Tod Heinrichs VII. erhob Friedrich Anspruch auf die Krone des römisch-deutschen Königs. Bei der Königswahl von 1314 erhielt jedoch Ludwig die Mehrheit der Stimmen, während Friedrich von einer Minderheit der Kurfürsten zum König gewählt wurde. Daraus entwickelte sich ein langwieriger Bürgerkrieg, der zeitweise zugunsten Friedrichs auszugehen schien. In der Schlacht bei Mühldorf am Inn am 28. September 1322 erlitt Friedrich jedoch eine entscheidende Niederlage. Er geriet gemeinsam mit rund 1300 seiner Gefolgsleute in Gefangenschaft. Ludwig liess ihn auf der Burg Trausnitz bei Schwandorf festsetzen und erst drei Jahre später nach Abschluss des Trausnitzer Vertrages wieder frei.
Friedrich erkannte Ludwig als rechtmässigen Herrscher an und gelobte, in die Gefangenschaft zurückzukehren, sollte es ihm nicht gelingen, seine widerständigen Brüder ebenfalls zur Anerkennung Ludwigs zu bewegen. Da er seinen Bruder Leopold nicht dazu bewegen konnte, hielt Friedrich trotz päpstlicher Entbindung von seinem Gelöbnis Wort und kehrte zu Ludwig zurück. Dieser zeigte sich von Friedrichs Eidestreue beeindruckt. Das frühere freundschaftliche Verhältnis zwischen den beiden lebte wieder auf, und Ludwig beteiligte Friedrich an der Herrschaft. Diese Doppelherrschaft wurde jedoch weder vom Papst noch von den Kurfürsten akzeptiert. Daraufhin erhielt Friedrich die deutsche Königskrone, während Ludwig in Italien zum Kaiser gekrönt wurde.
Tod und Umbettung
Nach dem Tod seines Bruders Leopold im Jahr 1326 zog sich Friedrich von der deutschen Regentschaft zurück. Er starb am 13. Januar 1330 auf Schloss Gutenstein im Wienerwald und wurde im der von ihm gestifteten Kartause Mauerbach beigesetzt. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1782 wurden Friedrichs sterbliche Überreste und jene seiner Tochter Elisabeth zunächst in die damalige Mauerbacher Pfarrkirche am Allerheiligenberg überführt. Um 1789 fanden ihre Gebeine schliesslich im Wiener Stephansdom ihre endgültige Ruhestätte.
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