21. Bezirk, Liesneckgasse 246

In Jedlesee bestand bereits ab 1797 ein kleiner Friedhof, der jedoch um 1828 seine räumlichen Grenzen erreicht hatte. Um 1873 wurde die Errichtung eines neuen Friedhofs schliesslich unumgänglich. Die Gemeinde Jedlesee erwarb deshalb unweit des bisherigen Kirchhofes ein Grundstück, das sich im Besitz des Stifts Klosterneuburg befand. Der bisherige Friedhof wurde daraufhin aufgelassen.
1894 wurde Jedlesee nach Floridsdorf eingemeindet. Dort entstand 1903 der Floridsdorfer Zentralfriedhof, woraufhin die Bestattungen in Jedlesee eingestellt wurden. Als Floridsdorf schliesslich politisch zu Wien kam, beschloss die Stadt Wien 1907, den Jedleseer Friedhof wieder in Betrieb zu nehmen. Ab dem 20. Oktober desselben Jahres fanden hier erneut Bestattungen statt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Gottesacker mehrfach erweitert. Mit einer heutigen Fläche von rund 56 000 Quadratmetern und etwa 8500 Grabstellen zählt er zu den grösseren Friedhöfen Wiens.

In Jedlesee wurden nur wenige bekannte Persönlichkeiten beigesetzt. Dennoch weist der Friedhof einige bemerkenswerte Grabstellen auf. Die alten, knorrigen Bäume, die entlang der Mittelachse eine Allee bilden, verleihen dem Gottesacker eine besondere Atmosphäre. Sehenswert ist insbesondere das markante Steinkreuz an der Hauptachse mit vergoldetem Kruzifixus. Das Kreuz geht auf eine Stiftung eines gewissen Karl Michtners zurück.
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