
Die ursprüngliche Bezeichnung dieses Gebietes lautete „Am Spitz“. Zur Umbenennung kam es, nachdem der Klosterneuburger Abt Floridus Leeb um 1786 Grundstücke des Stiftes an 26 Siedlerfamilien vergeben hatte. Zunächst wurde hier nahezu ausschliesslich Landwirtschaft betrieben, doch im Zuge der Industrialisierung wuchs Floridsdorf so stark an, dass es im Mai 1894 gemeinsam mit den umliegenden Dörfern Donaufeld, Neu-Jedlersdorf und Jedlesee zur Grossgemeinde Floridsdorf vereinigt wurde. Massgeblich zu diesem Wachstum trugen auch die neu entstandene Dampftramway, die Nordwestbahn sowie die Kaiser-Ferdinands-Nordbahn nach Deutsch-Wagram bei.

Im Jahr 1904 wurde Floridsdorf zusammen mit den genannten Ortschaften sowie Leopoldau, Kagran, Aspern, Stadlau und Hirschstetten in die Stadt Wien eingemeindet. 1954 erfolgte eine neuerliche Grenzregelung: Stadlau, Kagran, Lobau, Hirschstetten und Aspern wurden abgetrennt und dem Bezirk Donaustadt zugeteilt, während Stammersdorf zu Floridsdorf kam und eingemeindet wurde. Floridsdorf ist bis heute reich an Industrie- und Gewerbebetrieben.
Bezirksteile: Donaufeld, Floridsdorf, Jedlesee, Gross-Jedlersdorf, Schwarze Lackenau, Leopoldau, Stammersdorf, Strebersdorf
