11. Bezirk, Simmeringer Hauptstr. 161

Bis nach der Jahrhundertwende feierten die rumänisch-orthodoxen Gläubigen ihre Gottesdienste gemeinsam mit den griechisch-orthodoxen in der Dreifaltigkeitskirche am Fleischmarkt. Bald entstand jedoch der Wunsch nach einem eigenen Gebetsraum, weshalb um 1906 in der Löwelstrasse 8 eine Wohnung zur Abhaltung der Liturgie gemietet wurde. Der Bedarf nach einem eigenen Gotteshaus blieb jedoch weiterhin bestehen, sodass die Gemeinde kurze Zeit später einen Kirchenbaufonds gründete und Spenden sammelte.
Die wirtschaftliche Not infolge des Ersten Weltkriegs und deren „Nachwehen“ machten das Vorhaben jedoch unmöglich. Erst im Jahr 2001 konnte die Gemeinde schliesslich ein Grundstück in Simmering erwerben und mit dem Bau ihrer Kirche beginnen, die zu Ostern, am 27. April 2003, mit der ersten Liturgie feierlich eröffnet wurde.

Die rumänisch-orthodoxe Pfarrkirche „Zur heiligen Auferstehung“ an der Simmeringer Hauptstrasse ist ein schlichter, aber ansprechender Betonbau. Die Hauptfassade mit dem rechts stehenden Glockenturm wird von einem grossen Rundbogen geprägt, in dessen Mitte sich das Portal befindet. Drei Gemälde und eine Inschrift schmücken die Fassade. Das helle und freundliche Innere beeindruckt durch reiche Freskenmalerei in der Apsis und an der Decke sowie durch die Ikonostase, die am 30. November des Eröffnungsjahres – dem Namenstag des heiligen Andreas – aufgestellt wurde. Der gesamte Kirchenraum spiegelt sich im glänzenden Granitboden wider.
