3. Bezirk, ehem. Kolonitzplatz

Mitten im Weissgerberviertel, an der Stelle der heutigen Pfarrkirche St. Othmar, befand sich einst ein grosses Gartenpalais. Urkundlich ist belegt, dass es um 1700 als „Albrecht’sches Gartenpalais“ bezeichnet wurde und sich im Besitz von Franz Gottlieb von Albrecht befand. In der Folge wechselte die Anlage mehrfach den Eigentümer, bis sie schliesslich in den Besitz von Ferdinand von Bechard überging. Dessen Nachfolger verkauften die Liegenschaft um 1860 an die Stadt Wien. Bereits 1865 wurde das Palais abgetragen, das gesamte Areal parzelliert und neu bebaut. Zu den Neubauten zählte auch die erwähnte Pfarrkirche St. Othmar. Heute erinnert lediglich die Bechardgasse an das einstige Vorstadtpalais.
Die erhaltene Abbildung des Hauses zeigt einen langgestreckten Baukörper mit einem Mittelrisalit und zwei vierachsigen Seitentrakten. Dem Mittelrisalit ist eine repräsentative Freitreppe vorgelagert, die in den Garten führt. Kleinere Anbauten setzen das Gebäude seitlich fort. Auf der zweiten Abbildung ist ein weitläufiger Garten mit reicher Bepflanzung zu erkennen.



