19. Bezirk, Pfarrplatz 3

Der Ursprung der kleinen Kirche in Heiligenstadt reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine Grabstätte angelegt wurde. Ausgrabungen unter der Kirche brachten Mauerreste einer römischen Wehranlage aus der Zeit Marc Aurels (Ende des 2. Jahrhunderts) zum Vorschein. Ein Dokument aus dem Jahr 1105 belegt die hier praktizierte Verehrung des heiligen Severin. Eine weitere Schrift aus dem Jahr 1243 hält fest, dass die dem heiligen Jakob geweihte Kirche zum Stift Klosterneuburg gehörte, von dem sie jedoch bereits 1246 abgetrennt wurde. Während der Türkenbelagerungen wurde die Kirche wiederholt zerstört und anschliessend jeweils neu errichtet. Um 1745 schenkte Kardinal Fürst von Kollonitz der Kirche eine Reliquie des heiligen Severin.
Die kleine, im Kern romanische Kirche ist schlicht gestaltet und weist ein leicht nach links verschobenes Presbyterium auf. Von den Rundbogenfenstern hat sich eines aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Der Kreuzwegzyklus von Leopold Scholz stammt aus dem späten 19. Jahrhundert.


