Schlösser, die im Monde liegen

Paul Lincke – Frau Luna


Schlösser, die im Monde liegen,
Bringen Kummer, lieber Schatz.
Um im Glück dich einzuwiegen,
Hast du auf der Erde Platz!

Blick doch um dich mit klaren, frohen Augen,
Dann macht auch dir die Welt ein froh‘ Gesicht,
Ei, sprich, wozu soll’n denn die Grillen taugen?
Es ändert sich dadurch dein Schicksal nicht.
Warum in ungewisse Fernen eilen,
Es führt dich in gefahr des Irrlichts Schein!
Wo man dich liebt, nur da mußt du verweilen,
Wo man dich liebt, nur kannst Du glücklich sein.

Schlösser, die im Monde liegen,
Bringen Kummer, lieber Schatz.
Um im Glück dich einzuwiegen,
Hast du auf der Erde Platz!

Wenn Schnee und Eis die Erde rings bedecken,
Ruht wie im Todesschlummer Wald und Flur.
Doch naht der Lenz, dann wird sein Hauch erwecken
Zum neuen Leben herrlich die Natur!
Und will dein Herz verzweifeln und verzagen,
Bau auf die Zukunft frisch und wohlgemut;
Der Sonnenschein folgt trüben Regentagen,
Drum harre aus, es wird schon alles gut.

Schlösser, die im Monde liegen,
Bringen Kummer, lieber Schatz.
Um im Glück dich einzuwiegen,
Hast du auf der Erde Platz!


Und so klingt’s: