Komm mit nach Varazdin


Emmerich Kàlmàn  – Gräfin Mariza


ER
Ich bitte, nicht lachen, der Ise , der Sachen, der Amor,
Der hat mich so gepackt!
Die Urkraft der Triebe, das Feuer der Liebe,
Ich weiss nicht genau wie man da sagt!

SIE
Ich find’es ergötzlich,dass sie gar so plötzlich,
So stürmisch ihr Herz für mich entdeckt,
Sie sparten, mit Worten nicht,  mit zarten,
Doch müssen sie noch warten, sie haben mich erschreckt!

ER
Das geht nicht! Ich dichte nicht, ich red’nicht,
Ich bin auch kein Poet nicht, ich sage nur:

Komm mit nach Varasdin! So lange noch die Rosen blüh’n,
Dort woll’n wir glücklich sein, wir beide ganz allein!
Du bist die schönste Fee, von Debrecen bis Plattensee,
Drum möcht mit dir ich hin nach Varazdin!
Denn meine Leidenschaft, brennt heisser noch als Gulaschsaft
Und in der Brust tanzt Herz mir Czardas her und hin!
Komm mit nach Varazdin, so lange noch die Rosen blüh’n,
Dort ist die ganze Welt noch rot , weiss ,grün!

SIE
Da kann man nix machen, der Ise, der Sachen, der Amor,
Der ist schon einmal so!

ER
Der Spitzbub erst spielt er, dann lacht er, dann zielt er,
Dann schiesst er und trifft uns irgendwo!

SIE
Sie sprechen sehr drastisch, sie schildren sehr plastisch,
Sie schneiden ganz reizend mir die Cour,
Ein Freier mit Temprament und Feuer wie sie,wirkt ungeheuer
Auf’s Herz und pour l’amour!

ER
Ja! wenn ich sie anschau nur, so brenn’ich und brenn’ich,
Hat, so kenn’ich das Eine nur:

Komm mit nach Varasdin! So lange noch die Rosen blüh’n,
Dort woll’n wir glücklich sein, wir beide ganz allein!
Du bist die schönste Fee, von Debrecen bis Plattensee,
Drum möcht mit dir ich hin nach Varazdin!
Denn meine Leidenschaft, brennt heisser noch als Gulaschsaft
Und in der Brust tanzt Herz mir Czardas her und hin!
Komm mit nach Varazdin, so lange noch die Rosen blüh’n,
Dort ist die ganze Welt noch rot , weiss ,grün!


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