
Gestern Abend ging Frau Grete heim,
sprach sie an ein Kavalier:
schöne Frau, Sie sind von der ich träum,
kommen Sie, ich bitt‘, in den Prater mit.
Denn der Mai lädt uns zum Leichtsinn ein,
und in allen Herzen brennt’s.
Was ich predige, meine Gnädige,
flüstert jeder Praterbaum Ihnen zu im Lenz.
Das ist der Frühling in Wien,
so lind und lau,
wenn alle Knospen erblüh’n
in der Krieau.
Wenn man sich sitzt vis-à-vis,
der Johann und die Marie,
und wenn der Jüngling seiner Maid
die ersten Veilchen steckt ans Kleid.
Der Schani trat vors Café,
in Garten raus.
In jeder Praterallee
küsst man sich aus.
Wenn dann vom Knien an den Knien
so manche Hose wird grün,
dann ist der singende, klingende Frühling in Wien.
Gestern Abend war im Prater grad
eine Walzerkonkurrenz.
Und als unser Paar zum Tanz antrat,
hat es gleich gesiegt und den Preis gekriegt.
Beide wurden mit Jasmin bekränzt
und sofort fotografiert.
Dann bekam das Paar eine Uhr sogar.
Und zum Schluss hat die Musik fröhlich intoniert.
Das ist der Frühling in Wien…
Und so klingt’s:
