Und der Himmel hängt voller Geigen

Leo Fall – Der liebe Augustin


Er: Ich weiss ein kleines Wirtshaus vor der Stadt
mit grünen Lauben und mit dunklen Büschen,
(Sie: dunklen Büschen)
die alten Gaslaternen flackern matt
und Kerzen steh’n auf rot gedeckten Tischen.
(Sie: in den Nischen)
Da fasst sich manches Pärchen bei der Hand
und flüstert heimlich in verborg’nen Ecken.
(Sie:in den Hecken)
Da sitzt man so gemütlich beieinander um den Tisch
und lässt den Wein sich schmecken.
Ein Räuscherl da nicht schwer erklärlich ist,
es kommt die Stunde, die gefährlich ist…

Und der Himmel hängt voller Geigen,
wenn der Flieder blüht in den Zweigen
und ein blonder Schatz liegt an deinem Platz,
hängt so mollig warm dir am Arm…
Beide: Und der Himmel hängt voller Geigen,
wenn der Flieder blüht in den Zweigen
und ein blonder Schatz, eine Schmeichelkatz‘,
summt das Walzerlied leise mit.
Duiduidioo…

Sie: Man geht mit einem kleinen Schwips nach Haus‘,
erloschen sind die Kerzen auf den Tischen.
(Er: in den Nischen)
Und mancher kühlt den heissen Kopf sich aus
beim Heimweg in der Morgenluft, der frischen.
(Er: in der Frischen)
Nur dort im Winkel sind noch zwei beim Wein,
die Gläser blitzen silbern aus dem Dunkeln.
(Er: Augen funkeln)
Die junge Wirtin und der Wirt allein,
die haben noch zu munkeln.
Ein Busserl da nicht schwer erklärlich ist,
es kommt die Stunde, die gefährlich ist…

Und der Himmel hängt voller Geigen,
wenn der Flieder blüht in den Zweigen
und ein blonder Schatz liegt an deinem Platz,
hängt so mollig warm dir am Arm…
Beide: Und der Himmel hängt voller Geigen,
wenn der Flieder blüht in den Zweigen
und ein blonder Schatz, eine Schmeichelkatz‘,
tanzt im Walzerschritt selig mit.
Adieu, adieu…


Und so klingt’s: