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Die Schatzkammer

1. Bezirk, Hofburg / Schweizertrakt

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Die Habsburger waren eine Sammlerdynastie. Die ausgedehntesten Sammlungen der ehemaligen Donaumonarchie werden im Naturhistorischen und Kunsthistorischen Museum gelagert und ausgestellt. Diejenigen Objekte mit der höchsten dynastischen und religiösen Bedeutung für das Kaiserhaus werden jedoch separat in der so genannten Schatzkammer im Schweizertrakt der Hofburg aufbewahrt. Die Schatzkammer ist eine Abteilung des Kunsthistorischen Museums und ist weltweit eine der bedeutendsten und wertvollsten ihrer Art. Sie ist aufgeteilt in eine weltliche und eine kirchliche Sammlung.

Zu Zeiten Kaiser Ferdinands I. war die habsburgische Schatzkammer noch bunt durchmischt. Erst Mitte 18. Jh. wurden die weltlichen und kirchlichen Exponate separiert. Bei der weltlichen Abteilung existieren mehrere Unterkategorien: Zu den Insignien der österreichischen Erbhuldigung gehören hauptsächlich Zeichen und Ornate des Erzherzogtums Österreich. Dabei fällt einer Carcasse für den Erzherzogshut von 1765 besondere Bedeutung zu. Auch Teile des böhmischen Kronschatzes gehören zu dieser Unterkategorie.
In der Kategorie Insignien des Kaisertums Österreich werden die äusserst kostbarste Objekte aufbewahrt. Die Paradeobjekte dabei sind die Österreichische Kaiserkrone von Jan Vermeyen aus dem Jahre 1602, auch Rudolfskrone genannt, da Rudolf II. sie als Privatkrone anfertigen liess. Zur Krone gehören das ebenso aufwendig und wertvoll verarbeitete Zepter und der Reichsapfel. Ornate des Kaisertums Österreich und des Königreichs Lombardo-Venetien gehören ebenfalls zu dieser Abteilung.
 


Kopf des Zepters
 


Rudolfskrone
 

Von besonders hohem kunsthistorischen Wert sind die bedeutendsten Exponate unter den Insignien des Heiligen Römischen Reiches. Die mit Edelsteinen übersäte Reichskrone aus dem 10 Jh. ist das Paradestück unter den Objekten dieser Abteilung. Dazu gehören das prächtige Reichskreuz, das Reichsschwert, der Krönungsmantel und die sagenumwobene Heilige Lanze, mit welcher der Überlieferung zufolge der Tod Jesu am Kreuz überprüft worden sein soll. Ein angeblicher Nagel des Kreuzes Christi ist Bestandteil der Lanze.
 


Die Reichskrone aus dem 10. Jh.
 

Reichsapfel und Reichsschwert
 

Heilige Lanze und Reichskreuz
 

In einer weiteren Unterkategorie werden der Burgunderschatz und der Schatz des Ordens des Goldenen Vlieses aufbewahrt. Bei letzterem ist die Potence, die prächtige Wappenkette für den Ordensherold, von herausragender Bedeutung.
In der Kategorie des Habsburg-Lothringischen Hausschatzes sind neben der Krone des Siebenbürgischen Fürsts Stephan Bocskai zwei Exponate von ganz besonderer Bedeutung zu erwähnen. Wegen ihrer ausserordentlichen Hintergründe waren sie als unveräusserlich deklariert worden und sollten auf ewig in habsburgischem Besitz bleiben. Da ist einerseits das Ainkhürn, der Stosszahn eines Narwales. Im Spätmittelalter galt so ein Ainkhürn als Horn des Einhorns, dem magische Wirkungen angedichtet wurden. Das Ainkhürn in der Hofburg von 1540 war ein Geschenk des Polenkönigs Sigismund II. an Kaiser Ferdinand I. Das zweite unveräusserliche Objekt ist eine Achatschale von rund 59 cm Durchmesser. Sie stammt aus dem 4. Jh., soll bei der Eroberung Konstantinopels um 1204 erbeutet worden und später in den Besitz Karls des Kühnen gelangt sein. Wie sie in habsburgische Hände kam, ist nicht bekannt. Wegen ihrer Strukturierung, die mit etwas Fantasie als heilige Inschrift gedeutet werden kann, galt die Achatschale zuweilen als der Heilige Gral.


 


Die Potence des Ordens des Goldenen Vlieses
 

Edelsteinbäumchen
 

Prächtiges Krönungsornat

Die kirchliche Schatzkammer umfasst geistliche Objekte wie Kreuze, Monstranzen, Kelche, Reliquienschreine, Andachtsbilder, Altäre, Messgewänder und weitere bemerkenswerte Exponate wie beispielsweise grosse Messgarnituren aus Meissener Porzellan.
 


Altargarnitur aus Meissener Porzellan

Kreuzreliquiar
 

Messornat

Kirchliche Abteilung der Schatzkammer

Kirchliche Abteilung der Schatzkammer

St. Andreas-Büste
 

 

 

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