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Hohe  Brücke

1. Bezirk, Wipplingerstrasse / Tiefer Graben


 

Der so genannte Tiefe Graben, der vom Heidenschuss Richtung Donaukananal verläuft und einst das Bachbett des Ottakringer Baches bildete wurde bereits zur Zeit der Römer und später der Babenberger von einer Brücke überspannt. Bereits um 1295 taucht der Name "Hohe Brücke" auf. Im 15. Jh. wurde die Brücke aus Stein im spätgotischen Stil neu errichtet und später mit Stiegenabgängen in den Graben versehen. Um 1782 wurde auf der Brücke eine Johannes Nepomuk Kapelle errichtet. In den Jahren 1857 und 1858 wurde die Wipplingerstrasse verbreitert und die marode gewordene Brücke durch eine neugotische ersetzt. Nicht mal ein halbes Jahrhundert später hatte der Neubau Risse bekommen und barg ein gewisses Sicherheitsrisiko.

 

1903 wurde die Brücke abgerissen und vom Architekten Josef Hackhofer in Zusammenarbeit mit Anton Biro, Fachmann für Eisenkonstruktionen, eine neue geplant. Hackhofer war zuvor bereits an anderen Brückenbauten in Wien zusammen mit Friedrich Obmann oder Otto Wagner beteiligt gewesen. Hackhofer kleidete die Eisenkonstruktion mit Wellblech an der Unterseite und mit golden ornamentierten Marmorplatten aus Carrara an der Schauseite ein. Die Platten in den Zwickeln donauseitig zeigen Abbildungen der Vorgängerbrücken. Die Hohe Brücke über den Tiefen Graben gehört zu den bemerkenswertesten Jugendstilbauwerken in Wien.

 

 

 

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