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 Café Central

Café Griensteidl

1. Bezirk, Michaelerplatz 2

Das Kaffeehaus mit der reichen Tradition direkt am Michaelerplatz war ursprünglich nicht in im repräsentativen Palais Herberstein eröffnet worden, sondern bereits lange zuvor im ehemaligen Palais Dietrichstein, dem Vorgängerbau, und zwar im Jahre 1847 vom Apotheker Heinrich Griensteidl. Innert Kürze war er als Kaffeesieder in Wien bekannt und lockte allerlei namhafte Persönlichkeiten an.

Bereits 1848 wurde das Lokal in „Café National“ umbenannt und wurde zum klassischen Tummelplatz von Künstlern aus allen Sparten, was ihm schon bald den Beinamen „Café Grössenwahn“ einbrachte. Um 1897 wurde das Palais Dietrichstein im Zuge der Modernisierung und der baulichen Revolution abgerissen. Die Stammgäste des Griensteidl mussten auf andere Lokale ausweichen.

Fast 100 Jahre war das Café Griensteidl verschwunden und vergessen, bis es 1990 im Palais Herberstein wiedereröffnet wurde. Ähnlich wie beim Café Central fand das Griensteidl in der ehemaligen Schalterhalle einer Bank sein neues Quartier, doch vom alten Charme dürfte heute kaum mehr etwas zu spüren sein, obschon man sehr darum bemüht war, das Lokal möglichst authentisch mit allen Schikanen einzurichten, welche ein typisches Wiener Kaffeehaus ausmachen.

Optisch hat man das sicherlich erreicht, doch bis auf einige alte Wiener Damen, die hier ein Champagnerfrühstück oder einfach einen Kaffee geniessen, lässt das Kaffeehaus den Besucher kaum etwas von der Wiener Urigkeit spüren. Vielmehr überschwemmen das Lokal fremdsprachige Touristen, welche dann in gutem, aber falschem Glauben sind, nun ein Stück echtes Wien kennen gelernt zu haben.



 

Ein Besuch im Griensteidl lohnt sich auf jeden Fall. Wer nicht weiss, dass das Kaffeehaus was Neues ist, das auf Alt macht, der wähnt sich hier an einem sehr wienerischen Ort. Wenn das Café mal gerade nicht mit lärmenden Touristen überfüllt ist, so kann man hier ein durchaus schönes Ambiente geniessen. Allein die Lage am Platz mit der Michaelerkirche und dem monumentalen Michaelertor ist einmalig. Was man bestellt, ist ganz einfach gut, sei es Mehlspeise, Kaffee oder was auch immer. Bei schönem und warmem Wetter empfiehlt es sich, draussen zu sitzen und dem regen Treiben zuzusehen. Das Personal ist trotz des stets starken Zustromes freundlich und flink.

Ende Juni 2017 gab die Betreiberin Do & Co bekannt, dass sie das Griensteidl endgültig schliesst. Damit verschwand einmal mehr ein Kaffeehaus mit reicher Geschichte aus dem Stadtbild Wiens.


Im alten Griensteidl


Das alte Griendsteidl im alten Palais Dietrichstein


 
griensteidl_aus.jpg
Das Griensteidl kurz nachdem es seine Tore für immer geschlossen hat

 

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