Google
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
 
   Über Planet-Vienna
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
    Plätze/Strassen
    Kunst/Kultur
    Kirchen
    Prunkbauten
    Wiener Palais
    Kaffeehäuser
    Beisln/Heurige
    Varia
    Wien Umgebung
    Alt-Wien (Photos)
    Alte Ansichten
    Impressionen
    Vogelperspektive
    Bilderverkauf
     
     
   Architekten
   Musik
  Komponisten
  Operette
  Walzer
  Musikfiles
   
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
   Wienerisches
   Reiseinformationen
   Blog
 
  Kontakt
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer

English
   
   
   
   

 


 

<< zurück
 

Matthias Steinl (1644-1727)

 

Matthias Steinl (auch: Steindl) wurde vermutlich im Jahre 1644 in Mattsee nördlich von Salzburg geboren. Über die ersten vier Jahrzehnte seines Lebens ist kaum etwas bekannt. Aus frühen Werken, die als Steinl zugesichert gelten, geht hervor, dass er  vorerst in Österreich zum Handwerker und Künstler ausgebildet wurde. Er war Maler, Stukkateur, Stecher, Kunstschlosser, Goldschmied und Bildhauer. Vermutlich absolvierte er Weiterbildungen in den Niederlanden und in Prag. Als sein erstes überliefertes Werk gilt eine kleine Statue aus Elfenbein, die den griechischen Meeresgott Triton darstellt. Die erste nachgewiesene Erwähnung einer fixen Tätigkeit von Matthias Steinl datiert in den 70er Jahren des 17. Jh., als er in der ehemaligen Zisterziensterabtei von Leubus (Lubiąż) in der Nähe von Breslau als Bildhauer wirkte und grosse Teile der Ausstattung in der Klosterkirche anfertigte. Nach Leubus wurde er als Nachfolger des Bildhauers Matthias Knote berufen. Um 1677 heiratete Steinl dessen Witwe. Ab 1682 war er als Bildhauer in Breslau tätig. Der dortige Bischof empfahl den Künstler dem Wiener Hof. Um 1688 kam er nach Wien und wurde zum "kayserlichen Kammerbeinstecher" ernannt und fertigte vornehmlich Elfenbeinarbeiten an.

Ab 1690 zeigte Steinl vermehrt Interesse an Architektur. Das Schwedische Nationalmuseum in Stockholm ist im Besitz eines Steinl-Entwurfes für ein Belvedere für Schloss Schönbrunn. Sein erstes Bauwerk (gilt als nicht gesichert) dürfte die Pfarrkirche Laxenburg gewesen sein, deren Bauarbeiten nach Steinls Plänen von Christian Alexander Oedtl ausgeführt wurden. Sie gilt als erstes Werk des Hochbarock nördlich der Alpen. Somit kann Steinl neben Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas Hildebrandt als einer der wegweisenden Barockarchitekten angesehen werden.

Steinls Entwürfe wurden oft von Josef Munggenast und dessen Onkel Jakob Prandtauer ausgeführt. Bis 1712 schuf Steinl gelegentlich weitere Stauen als Bildhauer. Als er zum kaiserlichen Bau- und Hofingenieur ernannt wurde, umfasste sein Schaffen hauptsächlich Innenausstattungen und Dekorationen von Kirchen und Klöstern. Matthias Steinl starb am 18. April 1727 in Wien.
 

Werke in Wien (Auswahl):

- Pfarrkirche Maria Hietzing (Hochaltar, Seitenaltäre)
- Peterskirche (Kanzel, Seitenaltäre, Kirchenbänke, Beichtstühle, Plan zur Kuppel)
- Kirche St. Michael (Hochaltar - steht heute in der Pfarrkirche Leopoldau)

- Palais Starhemberg (nicht gesichert)
- Dominikanerkirche (Kanzel)
- Stephansdom (zwei Altäre mit Figuren)
- Kapuzinerkirche (Statuen des Altars in der Krypta)
- Turm der alten Dorotheerkirche

- Waisenhaus am Rennweg (Erweiterungsbauten)


Weitere Bauwerke:

- Laxenburg, Pfarrkirche
- Leubus, Klosterkirche (Hochaltar, Seitenaltäre, Chorgestühl, Kanzel)
- Heinrichau, Klosterkirche (Hochaltar)
- Dürnstein, Turm der Wallfahrtskirche und Teile der Innenausstattung
- Zwettl, Turm- und Westfassade der Stiftskirche
- Klosterneuburg, Stiftskirche (Hochaltar, Chorgstühl) und Barockisierung des Augustinersaals, Friedhofsportal
- Vorau, Stiftskirche (Hochaltar, Kanzel)
- Gutenstein, Wallfahrtskirche (Holzbildwerke)
- Kremsmünster, Wandbrunnen
- St. Pölten, Dom (Teile dar Innenausstattung)
- zahlreiche Skulpturen und Statuen