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Der Totentransport
 

 

Nach der Aufbahrung erfolgte die Dislokation des Toten zu seiner Begräbnisstätte. In ganz alter Zeit wurde die Leiche zum Grabe getragen, doch ab dem 12. Jh. wurde es immer üblicher, anfangs in höheren gesellschaftlichen Kreisen, den Toten auf einem dafür gebauten Wagen zu transportieren. Besonders im 18. und 19. Jh. war die Aufmachung des Trauerkonduktes ebenfalls wie bei der Aufbahrung eine Repräsentationsangelegenheit. Je pompöser und feierlicher der Totenzug war, desto höher war der Rang des Verstorbenen. Es ist naheliegend, dass sich Unternehmer dieses Zeremoniells bedienten, um damit Geschäfte zu machen. Sie vermieteten sie Trauerkarossen, besorgten den Totenschmuck und übernahmen die Gestaltung sowie die Organisation des Trauerzuges. Üblicherweise führte der Totenzug vom Haus des Verstorbenen zur Kirche, wo er eingesegnet wurde, und dann zum Grab auf dem Friedhof. Doch auch dieser Brauch nahm im Wandel der Zeit unterschiedliche Formen an.

Im frühen 20. Jh. beispielsweise nahm eine Strassenbahn den Betrieb auf, welche die Verstorbenen in der Stadt „einsammelte“ und zum Zentralfriedhof fuhr. In dieser Strassenbahn waren Fächer installiert, ähnlich wie man sie heutzutage aus den Leichenschauhäusern kennt. In diese Fächer wurden die Toten verstaut und zum Gottesacker gefahren. Bald jedoch wurden vermehrt Automobile für den Transport eingesetzt, welche mit der Zeit die Strassenbahnen und Pferdefuhrwerke verdrängten. Die Automobile wurden im Laufe der Zeit modernisiert und sind heute oft gar nicht mehr als Leichenwagen zu erkennen.